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Mittwoch, 19. Januar 2011

Die schreckliche Diagnose

Dann am 14.01.2011 war es dann soweit. Morgens war meine Mami schon sehr nervös.
Diesen Tag werden meine Eltern wohl nie vergessen.
Mami und Papi sind so gegen 17.30 nach Düsseldorf gefahren. Waren natürlich wie immer viel zu früh. Um 19.00 war es dann endlich soweit. Wir kamen ins Untersuchungszimmer, wo meine Mami sich auf eine Liege legen sollte. Der Arzt war sehr nett, erklärte ruhig und zeigte viel. Zuerst sah man den Magen, der auch schon gefüllt war. Also konnte ich schon trinken. Leber und Nieren waren auch in Ordnung.
Ebenso die Extremitäten. Dann erfuhren Mami und Papi endlich, das ich ein kleines Mädchen bin. Die Freude war sehr groß. Als der Ultraschallkopf aber in Richtung meines Herzchens ging, hatte meine Mami wieder Panik. Der Blick vom Arzt wurde kritischer. Er fand das Herzchen auffällig, meinet es könnte aber auch sein, weil ich so unruhig war. Zur Kontrolle wollte er einen Kollegen dazu rufen. Meine Mami hatte es ja schon geahnt. Papi war noch ganz ruhig, wollte meine Mami beruhigen. Nach 20 min. kamen beide Ärzte wieder. Es wurde weiter geschallt. Aber leider sah der eine Arzt beim Herzchen auch nicht glücklich aus, er gab seinem Kollegen Recht. Beide sind dann erstmal raus gegangen und haben Mami und Papi alleine gelassen. Mami hatte jetzt fürchterliche Angst. Papi hat so gut es geht versucht, Sie zu tösten. Aber trotzdem kullerten die Tränen, jetzt auch bei Papi. Das konnte doch alles gar nicht wahr sein.

15 min später mußten wir in einen anderen Raum, nochmal Ultraschall. Dort konte man jetzt alle Gefäße vom Herz erkennen. Der Arzt berichtete uns, das meine linke Herzkammer zu klein war, es mir aber gut ginge. Im Bauch meiner Mami ist dieser Herzfehler nicht schlimm, erst nach der Geburt. Auch anhand eines Modelbeispiels wurde Mami und Papi alles erklärt.

Die Diagnose lautete dann Hypoplastisches Linksherz. Ein Schock für Mami und Papi.
Ihnen wurde dann erklärt, das ich nach Geburt in St. Augustin im Kinderherzzentrum operiert werden muß.

Aber es ging noch weiter. Beim Ultraschall sah man auch das Nasenbein nicht, was Anhalt auf ein Down-Syndrom ist. Der nächste Schlag für Mami und Papi. Aber auch jetzt waren beide Ärzte sich nicht sicher, weil ich, wie Sie sagten, eine Zicke bin und einfach zu viel zappelte. Aber nach fast 3 Stunden Ultraschall hatte ich auch keine Lust mehr. Die Ärzte rieten dann zur Fruchtwasseruntersuchung. Und davor hatte meine Mami doch immer so viel Angst. Aber Sie wollte auch Gewissheit haben. Abends um 22.00 wurde dann noch die Punktion gemacht. Ging alles in Sekunden. Es war nur eine kleine Nadel, hat meine Mami kaum gemerkt. Die Schwester beobachtet mich ständig per Ultraschall. Aber auch Mami und Papi haben aufgepasst wie ein Luchs. Dann mußte Mami ertsmal eine halbe Stunde da liegen bleiben.

Oma und Opa wurden informiert, alle haben geweint und konnten es nicht fassen.

Dann ging es um 22.30 nach Hause. Oma und Opa standen schon am Fenster, alle waren so traurig, haben sich in den Armen gelegen und geweint. Oma Christel war auch mächtig traurig.

Am nächsten Tag war die Stimmung sehr gedrückt. Wir haben uns alle die Klinik in St. Augustin im Internet angeguckt, ein bischen Hoffnung war jetzt da. Meine Mami sollte sich ja wegen der Punktion noch schonen. An diesem Tag kam auch meine Uromi ins Krankenhaus.

Sonntag den 16.01.2011 wollten Mami und Papi aber nicht mehr zu Hause rumsitzen. Ab nach Dortmund zu Oma Christel. So waren beide etwas abgelenkt. Dann ging es auch noch zur Uromi nach Bochum ins Krankenhaus.

Am 17.01.2011, es war ein Montag, sollte das Ergebnis der Fruchtwasserpunktion kommen. Meine Mami hatte schon wieder so viel Angst, Papi aber auch. Mami hat morgens nur geputzt, mußte sich ablenken. Um 12.40 klingelte dann das Telefon. Mami war richtig am zittern. Der Arzt teilte meiner Mami mit, das alles in Ordnung ist, kein Down-Syndrom. Meine Mami hat sofort wieder angefangen zu weinen. Diesmal aber vor Glück und Freude. Mami hat sogar eine Kerze für mich angemacht. Sofort mußte Papi die gute Nachricht erfahren. Der war mächtig erleichtert. Auch Oma Käthe, Opa Peter und Oma Christel. Alle waren froh.
Nachmittags ging es dann zu Frauenärztin zur Kontrolle, aber es war alles ok. Ich wog jetzt 400g.